Whistler

Snowboarden in Whistler, dass wollte ich schon immer mal gemacht haben und nach unserem zweiten Aufenthalt in Vancouver sollte dies auch in Erfüllung gehen. Nach einem ausgewogenen Frühstück, Cornflakes mit […]

unsere Unterkunft

unsere Unterkunft

Snowboarden in Whistler, dass wollte ich schon immer mal gemacht haben und nach unserem zweiten Aufenthalt in Vancouver sollte dies auch in Erfüllung gehen. Nach einem ausgewogenen Frühstück, Cornflakes mit Milch, ging es für uns beide Richtung Norden nach Whistler. Es war das erste Mal, dass wir uns über den Übernachtungsort keine Gedanken machen brauchten, denn wir hatten das Glück einige “alte“ Bekanntschaften dort besuchen zu dürfen. Diese wohnten, beziehungsweise ein Teil wohnt noch da, in einem schönen großen Holzhaus zusammen mit sechs weiteren Mitbewohnern. An dieser Stelle also nochmals Danke an die Mieter des Hauses und vor allem an Sandra, Aaron und Sönke für die tolle Zeit. Um den Leuten nicht dauerhaft auf die Last zu fallen während unseres Aufenthaltes und wir auch nicht sonderlich scharf darauf waren in der Wohnstube auf der Couch schlafen, haben wir uns entschieden mit Stromkabel gewappnet im Van zu übernachten. Das Haus, welches sich über zwei Etagen erstreckte, hatte gleich mehrere Highlights zu bieten. Neben der großen Küche im Obergeschoss und dem geräumigen Gemeinschaftsraum inklusive Kamin, besaß es noch zwei üppige Balkons, auf denen es sich gut sonnen ließ. Nun, wie stellt man sich einen ersten Tag in Whistler vor, natürlich mit Schnee. Dieses Glück wurde uns zuteil, denn beim Begrüßungsbier am Kamin, begann es draußen dicke Flocken zu schneien. So ging der erste Abend mit Schnee und vielen Erzählungen der letzten Erlebnisse zu Ende und für uns war es auch mal schön eine längere Zeit unter Freunden zu sein.
Festival

Festival


Wie es der Zufall wollte besuchten wir Whistler zu einer Zeit, in der dass World Ski & Snowboard Festival stattfand. Also durften wir uns nicht nur auf Whistler und Umgebung freuen, sondern konnten uns noch auf einige Konzerte und Shows gefasst machen. Doch als erstes Stand ein Rundgang durch das Dorf von Whistler an. Eigentlich ein ganz gewöhnlicher Skiort, jedenfalls von außen. Alles recht ähnlich wie die Österreichischen Winterorte, aber allein der Name “Whistler“ lockt wahrscheinlich so viele, vor allem junge und sehr gute Wintersportler an, von denen die meisten noch nichts von passenden Hosen gehört haben. Denn dass die Hose in den Kniekehlen hängt gehört hier zum guten Ton. Es lag zum größten Teil auch am Festival das überall im Dorf Party war. Die Kneipen und Restaurants waren rappelvoll und auf den Straßen wurde entweder Musik aufgelegt oder Live-Musik gespielt. Nachdem wir einmal alles gesehen hatten und vollgepackt mit Werbetüten waren, ging es erstmal zurück zur Bühne um uns ein paar Bands anzuschauen. Noch eben wollte ich Sönke fragen ob wir uns ein Bier im Restaurant kaufen wollen,
Kokanee Girls

Kokanee Girls

da kamen auch schon zwei junge gutaussehende Blondinen vorbei um Werbung für ein kanadisches Bier zu machen. Ob es jetzt daran lag, dass wir so durstig aussahen und sie uns deshalb angesprochen haben, mag dahingestellt sein. Fazit jedenfalls war, dass jeder nur einen Radschlag machen musste um Backstage von der Konzertbühne Bier testen zu dürfen. Völlig klar, dass sich das niemand von uns entgehen lassen wollte und wir uns somit die Bands von einer Plattform über der Bühne angucken und dazu noch Freibier und Chips genießen durften. Viel besser hätte der erste Tag gar nicht laufen können. Zwei Bier später und einem T-Shirt plus Getränkehalter mehr, machten wir uns auf dem Heimweg. Während der Rest den Abend im Haus verbrachte, machten Aaron, Sönke und ich uns nochmal auf den Weg ins Dorf um zu feiern.
Whistler Mountain

Whistler Mountain


Die nächsten Tage verbrachten wir damit die Umgebung zu erkunden. Neben den unzähligen mit Schnee bedeckten Bergen, gestalteten auch die Seen und Wälder das Gebiet rund um Whistler zu einem einmaligen Erlebnis. Beim durchstreifen der Gegend kamen wir an einem sehr schön angelegten Golf-Resort vorbei. Ab und an fanden wir ein paar Golfbälle, einige davon im Wasser, die wir natürlich sofort einsammelten (auch unter größter Anstrengung). Was wir bis dahin aber noch nicht wussten war, dass im weiteren Verlauf des Weges die Bälle haufenweise direkt neben der Straße lagen. Einige Kilometer weiter waren unsere Jacken- und Hosentaschen vollgestopft mit Golfbällen. Am nächsten Tag gingen Sandra und Steffen nochmals los, aber diesmal mit Rucksack ausgestattet, um “einige“ Bälle einzusammeln. Seitdem fahren wir mit ca. 100 Golfbällen durch die Gegend und das einzige was uns noch fehlt ist der passende Golfschläger, um die Bälle quer durch Kanada zu schlagen.
Big Air

Big Air


Neben einigen Konzerten besuchten wir auch das große Big Air Finale am Samstagabend. Beim sogenannten Big Air, treten einige der besten Freestyle-Skifahrer gegeneinander auf einer Großschanze an. Derjenige mit dem abgefahrensten Sprung gewinnt einen doch recht ansehnlichen Preis, in diesem Falle war es ein Auto im Wert von ca. 20.000$. Die Show war der Kracher, aber bei gefühlten minus 10 Grad waren wir froh als es um 23Uhr zu Ende war. Am Ostersonntag wollten wir uns dann das Finale in der Super Pipe anschauen, welches auf dem Blackcomb Berg stattfand. Zu diesem Anlass wollten wir auch gleich die Peak-to-Peak Gondel, vom Whistler Mountain zum Blackcomb Mountain, mitnehmen um den Tag auch komplett auszunutzen. Aber leider war es nicht möglich mit dem Fußgängerticket (welches deutlich günstiger als der normale Skipass ist) zum Super Pipe Finale zu kommen. Um sich das Event aus der Nähe anzuschauen benötigte man den kompletten Skipass, daher sind nur Steffen und Sandra auf den Berg gefahren. Für mich hätte es sich nicht gelohnt, da ich am nächsten Tag Snowboarden wollte und dadurch mit allen Gondeln fahren kann. In der Peak-to-Peak Gondel hatten man einen tollen Ausblick auf die Berge, sowie dem Dorf und den umliegenden Seen. Nach einer dreiviertel Stunde warten konnten Steffen und Sandra sogar mit der Gondel, welche eine Glasplatte am Boden hatte, fahren.
Lift

Lift


Am letzten Tag in Whistler habe ich mir dann einen Traum erfüllt, einmal dort Snowboard fahren. Super tolles Erlebnis und ich kann es jedem nur empfehlen. Das Gebiet ist so weitläufig und durch die Vielzahl an Wäldern zwischendurch macht es gleich doppelt soviel Spaß dort zu fahren. Für die Wintersport begeisterten unter euch, Whistler ist ein Muss! Es ist für jeden was dabei, Anfänger können die breiten nicht so steilen Strecken fahren, von denen es wirklich viele gibt. Die gemächlichen Fahrer dürfen sich auf langgezogene Waldstrecken freuen und für die Freestyler gibt es zwei große Snowparks in denen sie sich austoben können. Natürlich gibt es auch genug Möglichkeiten abseits der Pisten im Tiefschnee zu fahren (sofern vorhanden :-)). Allerdings sollte man das nötige Kleingeld mitbringen. Wenn man nicht gerade ein zwei Taler auf dem Konto hat wird es schwierig in Whistler eine Woche oder länger Urlaub zu machen, denn billig ist was anderes. Kleines Beispiel: Für einen Tagespass bezahlt man 95$+tax, die Pommes kosten 7$ und für das 0,3l Light-Bier legt man 6$ hin. Am Abend haben wir uns dann von allen Leuten verabschiedet und uns für die tolle Zeit bedankt, denn für uns ging es nun nach Nord Vancouver, um von da aus am nächsten Tag nach Vancouver Island zu kommen.

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