Für die Tour dorthin haben wir uns ganze 4 Tage Zeit gelassen. In Begleitung von Mutter Sonne hatten wir eine schöne Tour mit Übernachtungen auf RV Parks in Carmel, Avila Beach und Pismo Beach. Letzterer Ort war dann auch verantwortlich für einen mächtigen Sonnenbrand, den ich mir nach so vielen verregneten Tagen einfach verdient hatte. Auffallend war in diesen kleineren Strandorten vor allem die Zahl der sporttreibenden Bevölkerung. Ob Joggen, Skaten, Fahrrad fahren oder Surfen: hier hält sich jeder fit und bewegt sich.
Gleich bei unserer Ankunft gab es das wohl einprägsamste Erlebnis. Beim einchecken an der Rezeption stellte sich ein kleiner, älterer Mann vor, er trug einen abgetragenen Anzug, hatte schulterlanges, zerzaustes Haar und zog einen kaputten Rollkoffer hinter sich her. Beim Sprechen schaute er mit leicht verwirrtem Blick über seine Sonnenbrille. Als höflicher Ausländer möchte man niemanden nach dem ersten Eindruck verurteilen, leider war ich geistig die Checkliste für potenzielle Verrückte schon durchgegangen. Bestnote! Man kommt also ins Gespräch. Er erzählt von seinen guten Freunden, die Mitglieder der Band Yes und den Begees. Anschließend verteufelt er Drogen, viele Freunde hätte er durch sie verloren (u.a. Maurice Gibb). Er schwärmt von ein paar aktuellen Projekten, unter anderem drehe er gerade eine 3D Dokumentation: eine Hommage an seine Freunde aus den 60er und 70er Jahren. Nachdem er seine Villen in Vegas, Hamburg und London aufgezählt hat, folgt ein verrücktes Lächeln und der Griff zur Pillendose. Eine Einladung in ein Edel-Restaurant der Stadt lehnten wir dankend ab.
Ende vom Lied: noch am selben Abend wurde unsere Bekanntschaft mit unzähligen Koffern und Tüten unter Begleitung der Polizei aus dem Hostel gebeten. Er war verärgert: ein Zimmerkamerad hätte ihn bestohlen. Diese kleine Geschichte spiegelt eigentlich meinen Eindruck über einen großen Teil der Stadt wieder. Viele Menschen kommen nach L.A. um berühmt zu werden. Leider schaffen es nur Wenige, in der Film- oder Musikindustrie Fuß zu fassen. Beim Rest stellt sich schnell Ernüchterung ein, oder aber, sie eifern ihr Leben lang diesem Ziel hinterher. Einige werden verrückt. Hier hat jeder eine Geschichte zu erzählen, und vor allem hat ein Jeder Freunde aus Deutschland.
Neben vielen außergewöhnlichen Menschen haben wir in den 2 Tagen Aufenthalt auch den Hollywood Boulevard besucht. Hier wurde zum ersten Mal deutlich, wieso L.A. auch “horizontale Stadt” genannt wird, denn für die Busreise dorthin haben wir ganze anderthalb Stunden gebraucht. Im Vergleich zu anderen Großstädten wird hier verhältnismäßig wenig in die Höhe gebaut. Gebäude mit mehr als 3 Stockwerken sind, mal abgesehen vom Stadtzentrum, selten zu sehen.
Wir freuten uns außerdem über ein paar europäische Gesichter. Matthias aus Deutschland, der zusammen mit 2 Niederländern aus Richtung Florida mit einem Mietwagen nach L.A. gekommen war, begleitete uns auf der anschließenden Tour Richtung Las Vegas.





mensch männers aber ihr müsst doch die prinzessin in die mitte von euch nehmen und ein -daumen-hoch-foto- machen! schmitti wie damals in frankfurt mit der airbrush-tante
Die schau dir nochmal genau an. So demotiviert wie die Dame guckt, bekommt die keinen Daumen mehr hoch. Dann doch lieber Mario in den Arm nehmen!
das mit den zerplatzten reifen an den straßenrändern muss ein allgemeines problem der usa sein. in atlanta lagen auch alle paar meter reifen am straßenrand.
habt ihr foto gemacht von dem typen? immer gleich nen bild mit daumen machen!!!
von dem typen haben wir kein foto gemacht, der war einfach zu unheimlich. wer weiß was der mit unseren daumen gemacht hätte.