Der Sonne entgegen? Von wegen!

Hi, der Mann für den Wetterbericht haut wieder in die Tasten! Ich möchte an dieser Stelle nochmal an das verregnete Vancouver erinnern, das wir ja vor einigen Tagen eigentlich verlassen […]

Hi, der Mann für den Wetterbericht haut wieder in die Tasten!
Ich möchte an dieser Stelle nochmal an das verregnete Vancouver erinnern, das wir ja vor einigen Tagen eigentlich verlassen haben, um dem Regen zu entfliehen. Pustekuchen! Seit unserer Abfahrt aus Kanada gab es keinen Tag ohne Regen! So ein heftiger Platzregen macht sich besonders gut für das Busklima, sodass wir mit der Elektroheizung im Dauerbetrieb, in Verbindung mit ein paar nassen Klamotten, ein nahezu perfektes Regenwaldklima simulieren können.
Selbst hier, in San Francisco regnet es vorraussichtlich noch bis Sonnabend in Strömen, wobei sich die Regentage laut Klimatabelle eigentlich an einer Hand abzählen lassen.
Ich könnte noch so einige Zeilen über den Wetterfrosch hetzen, aber die Liedzeilen von Albert Hammond lassen die Hoffnung auf besseres Wetter nicht verblassen. („It never rains in Southern California … lalalala“)

Zeltplatz im Manchester State Park

Zeltplatz Manchester State Park


Der letzte Bericht endet topologisch in Long Beach. Ich sitze hier aber gerade im San Francisco International Hostel. Dazwischen liegen satte 1200 Kilometer, die wir natürlich nicht an einem Tag abgefahren sind. Ein Blick auf den Tourverlauf gibt Auskunft über unsere Raststationen.
Die erste Nacht verbrachten wir, als echte Sparfüchse auf einem Walmart-Parkplatz In Coos Bay. Walmart ist hier in den USA eine der größten Supermarktketten. Diese Monstermärkte haben die ganze Woche, 24 Stunden am Tag, geöffnet. Kunden ist es gestattet auf dem Parkplatz kostenlos zu nächtigen, das haben wir natürlich ausgenutzt, Katzenwäsche und Zähneputzen auf dem Supermarktklo inklusive.
Nächste Station war ein günstiger RV-Park (Wohnwagenabstellplatz) in Crescent City und anschließend ein Zeltplatz im Manchester State Park.
Küstenmammutbäume

Küstenmammutbäume im Redwood Nationalpark

Die Orte an sich waren relativ unspektakulär, absolut sehenswert hingegen die Touren an der Küste entlang. Kurvige Küstenstraßen mit einem traumhaften Blick auf den Pazifik – Was will man mehr? … Sonniges Wetter! 😀
Am gestrigen Tag haben wir dann wieder einige RV-Parks in San Rafael abgeklappert, einem der vielen Vororte von San Francisco. Leider haben sich diese Wohnwagenparks im laufe der Zeit wohl zu Wohngebieten entwickelt. Stellt euch einfach einen großen Wohnwagen vor, umstellt von Schrott, Blumenkübeln und Gartenzwergen. Diese Gegend erschien uns nicht sicher genug, deshalb wichen wir auf ein nahe gelegenes Hotel aus. Das war zwar keine günstige Nacht, aber so ein breites Bett kam uns nach den Nächten im doch sehr kompakten Van gerade recht.

Kochen im Van

Es gibt Bratwurst.

Heute gings dann endlich nach San Francisco, einmal über die Golden Gate Bridge bei Dauerregen, davon haben wir sicher alle schon einmal geträumt. Auch wenn die Überfahrt ganze 6$ kostet, werden wir uns den Spaß nochmal bei sonnigem Wetter geben.
Die nächsten 5 Nächte verbringen wir jetzt in einem Hostel, mitten im Zentrum dieser Weltstadt. Unser Wagen steht sicher geparkt auf einem bewachten Parkplatz. (Die Nacht im Hostel ist für uns übrigens günstiger, als der Stellplatz fürs Auto.)
Wir erhoffen uns ein paar spannende Tage und senden die liebsten Grüße an alle Daheim!