„Welcome to Fabulous Las Vegas”

Noch im Hostel wurde uns Mut gemacht, dass Las Vegas deutlich verrückter sein sollte als Los Angeles. Nichts desto trotz waren wir ein wenig Erleichtert als wir Los Angeles nach […]

Hostel in Las Vegas

Hostel in Las Vegas


Noch im Hostel wurde uns Mut gemacht, dass Las Vegas deutlich verrückter sein sollte als Los Angeles. Nichts desto trotz waren wir ein wenig Erleichtert als wir Los Angeles nach über 1 ½ Stunden “Stop and Go“ verlassen haben. Den Smog der Großstadt im Rückspiegel und Las Vegas voraus, so sah der Anfang unseres Tages aus. Mit netter Begleitung von Matthias, den wir in L.A. im Hostel kennengelernt haben, ging es durch die Wüste. Naja wenn man es denn so nennen darf, bei gerade einmal 20 – 25 Grad zur Mittagszeit. Um nicht mit einem Benzinkanister am Straßenrand 100 Kilometer bis zur nächsten Tankstelle laufen zu müssen, haben wir noch vor Abreise mehrere Haltestellen ausgemacht. Letztendlich gab es aber genug Tankstellen unterwegs, aber sicher ist sicher. Noch kurz den McDonald‘s zwischen Wüste und Las Vegas mitgenommen und nach 5 Stunden Fahrt waren wir auch schon da. Empfangen wurden wir von dutzenden Hochhäusern inmitten der Wüste. Als erstes hieß es Matthias bei seinem Hostel abzusetzen und weiter zu unserem zu fahren. Wie es der Zufall wollte, waren beide genau nebeneinander und das in einer Stadt, bestehend aus hunderten von Hotels.
Einarmiger Bandit

Einarmiger Bandit


Vollkommen klar, dass wir natürlich noch am gleichen Tag auf den Las Vegas Strip gehen müssen. Matthias der schon vor einigen Wochen in Las Vegas war, wollte uns eine kurze Führung geben. Die Betonung liegt auf “kurz“. Ich sollte vielleicht dazu sagen das unser Hotel genau am nördlichen Ende des Strips war und wir bis dato nicht wussten wie lang sich der ganze Boulevard hinzieht. Also machten wir uns ohne schlimme Vorahnung bezüglich der Entfernung auf den Weg. Nur wenige Meter von unserm Hotel entfernt stand auch schon die erste Hochzeitskapelle und bald darauf fingen die ersten Leuchtreklametafeln an zu blinken und leuchten. Menschenmassen drängten sich durch die Straßen und Kasinos, auf der Suche schnellstmöglich sein Geld beim Kasino zu lassen. Steht man erst einmal neben den Roulette- oder Black Jack Tischen, erkennt man erst wie leichtfertig manche Leute hunderte von Dollars verzocken. Wenn die ersten 500 Dollar weg sind, kein Problem, dann wird das nächste Bündel aus der Tasche gezaubert und letztendlich gewinnt doch die Bank. Nichts desto trotz mussten auch wir wenigstens einmal an einem Slot, den sogenannten “Einarmigen Banditen“, spielen. Aber auch hier war unser extrem hoher Einsatz von einem Dollar binnen Sekunden weg. Letzten Endes haben wir es am ersten Abend fast bis ans andere Ende des Strips geschafft und haben noch einige Kasinos mitgenommen. Zu erwähnen sind neben den zahlreichen Touristen, noch die extrem viele Mexikaner an den Straßenecken, die ihre Schmuddelhefte und Callgirl-Karten an den Mann bringen wollen. Diese standen jedoch nicht nur an einer Ecke, sondern fast an jeder Kreuzung. Hätte wir also von jedem etwas mitgenommen, dann würde unser Gepäck zu 80% aus Erotikkarten bestehen. Dem war aber nicht so und so waren wir nach einem guten 22 Kilometer Laufmarsch wieder zurück bei unserem Hostel.
Kamera am Van

Kamera am Van


Die nächsten Tage wurden meist etwas ruhiger gestartet. Kaffee, Bagle und Muffin zum Frühstück und dann erstmal die Verwandten und Freunde in Deutschland anrufen. In unserem Hostel hatten wir zudem noch eine recht schöne Lobby mit Küche, TV, Couch und und und. Dort trafen wir auch einen Mann mittleren Alters, dem es anscheinend nicht reichte nur in den Kasinos zu spielen. Eingekleidet in kompletter Full Tilt Poker Montur saß er jeden Morgen bis Nachmittag in der Lobby und spielte an vier Tischen gleichzeitig Online-Poker. Abends ging es dann für ihn an die richtigen Pokertische in den Kasinos. Einen Nachmittag montierten wir unsere neuen Kameras, die wir in L.A. gekauft hatten, an unseren Van und fuhren über den Las Vegas Strip. Die Augen der Leute wurden natürlich groß als sie merkten, dass wir sie filmen. Einige der Aufnahmen werden sicher später in unser Abschlussvideo kommen. Die Abende in Las Vegas waren immer wieder ein Highlight. Wir waren jedesmal von neuem von den riesen Hotels und Kasinos begeistert und den davor stattfindenden Shows. Jeden Abend haben wir uns die “Fountains of Bellagio“ angeschaut, eine viertelstündige Show in der Wasserfontänen im Zusammenspiel mit Musik aufsteigen.
The Venetian

The Venetian


Aber nicht nur von außen sieht die Stadt der Sünde verblüffend aus, auch in den Hallen wird einiges geboten. So befinden sich komplette Einkaufsgassen, Löwengehege oder Achterbahnen in den Kasinos. Am meisten hat uns das “The Venetian“ beeindruckt. Es zählt nicht nur zu den größten Hotels in Las Vegas, sondern es beherbergt neben dem Kasino und dem Hotel auch noch ein eigenes Stadtleben. Neben zahlreichen Einkaufsstraßen und einer riesigen Markthalle, fließt dort auch ein “Bach“ auf denen die Gondoliere mit ihren Gondeln fahren. Noch ein kleine Anmerkung an alle die vielleicht vorhaben nach Las Vegas zu fahren. Ich selbst habe keine Schilder gesehen auf denen explizit stand, dass fotografieren und filmen in den Kasinos verboten ist. Aber es ist verboten! Netterweise wurde ich von einem Security-Beamten darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht gestattet sei in den Kasinos zu filmen. Schon gar nicht so unauffällig wie ich, indem ich meine Kamera in der Hand weit über meinen Kopf streckte um auch ja alles drauf zu kriegen.
Las Vegas Strip

Las Vegas Strip


Der Ausflug zum Grand Canyon sollte der Höhepunkt unseres Las Vegas Aufenthalt werden. Wir hatten zwei Tage zuvor eine Flugtour durch den Grand Canyon gebucht und waren dementsprechend schon heiß drauf. Letzten Endes hatte das Wetter mal wieder ein Wörtchen mitzureden und vermasselte uns den Ausflug. Am Tag der Tour herrschten ziemlich starker Wind und ungewöhnlich kühle Temperaturen für Las Vegas. Zwei Stunden vor Abflug wurde uns dann mitgeteilt, dass aufgrund des starken Windes die Tour ausfällt. Etwas getrübt überlegten wir uns also wie wir unseren letzten Tag verbringen können. Also entschieden wir uns etwas von dem nicht genutzten Ausflugsgeld im Kasino anzulegen. Steffen ging Black Jack spielen und ist mit plus 10$ nach Hause gekommen. Ich hatte im MGM an einem Pokertisch Platz genommen doch leider war mir das Glück nicht so hold. Mit 20$ Verlust hatte ich den Tisch wieder verlassen. Steffen hatte inzwischen noch ein paar Bilder auf dem Boulevard gemacht und für mich ging der Abend mit einem Konzert von Steel Panther im House of Blues zu Ende.

Als Fazit ist zu sagen, dass uns Las Vegas sehr gefallen hat. Eine schöne Abwechslung zu den anderen Großstädten und vor allem nach Los Angeles. Wer einiges an Geld hat, auf lange Abende, viele und schöne Shows, sowie Glückspiele steht, der ist in Las Vegas bestens aufgehoben. Für uns ging die Reise nun weiter zum Yosemite National Park.