Die Höhenmeter, die unser Bus auf der Tour nach Whistler zu bewältigen hatte, sollten sich auszahlen. Um unser nächstes Ziel zu erreichen, ging es den Berg wieder hinab nach Vancouver. Von Horseshoe Bay brachte uns, nach einer Nacht auf einem naheliegendem RV Park, eine Fähre nach Nanaimo, einer der wenigen Städte auf Vancouver Island. Bei der 1,5 stündigen Überfahrt gab es genügend Zeit, die umliegende, scheinbar unberührte Inselwelt an sich vorbei ziehen zu lassen.
Auf einer dieser Inseln ein kleines Häuschen zu haben, direkt am Wasser, mit kleinem Steg, an dem das eigene kleine Boot vor Anker liegt – Was brauch man mehr? Nach kurzer Überlegung war es der fehlende DSL-Anschluss, der mir Kopfzerbrechen bereitete.
Das Fährschiff spuckte uns wieder aus, und Rod hatte wieder den gewohnten Asphalt unter seinen Füßen. Den angebrochenen Tag nutzten wir, um nach Tofino zu gelangen, einem kleinen Ort am westlichsten Zipfel Kanadas, der vor allem vom Tourismus lebt. Dort verbrachten wir die folgenden 3 Nächte auf dem „Crystal Cove RV Park“, einer der wohl bisher besten Unterkünfte für uns. Neben kostenlosem DVD-Verleih gab es einen ganzen Schiffscontainer mit Feuerholz, an dem wir uns reichlich bedienten. Am Abend gab es dann das erste Feuer, mit einem ordentlichen Camper-BBQ und anschließend Marshmallows am Stock. Am Morgen darauf wurde die nähere Umgebung ausführlich erkundet und die ultimative Hot Springs Tour gebucht.
Dieser Tagestrip hatte es wirklich in sich, und war sein Geld in jedem Fall wert. In einer ca. 7 stündigen Tour wurden wir in einem kleinen, aber gut motorisiertem Boot zur „Hot Springs“ Bucht gefahren. Auf dem Weg dorthin gab es Wale, Otter, Adler, Seehunde und jede Menge anderer Wildtiere zu bestaunen.
Nach einer halben Stunde Fußweg durch den Urwald Vancouver Islands ging es ab in die heißen Quellen. Bei ca. 10 Grad Lufttemperatur war das planschen im heißen Quellwasser ein einmaliges Erlebnis. Selbst an den Geruch nach faulen Eiern hatte man sich schnell gewöhnt.
Auf dem Pflichtprogramm stand außerdem Victoria. In der Hauptstadt British Columbia´s suchten wir uns für 2 Tage ein
Hostel im Stadtzentrum, um alles ausführlich erkunden zu können. Victoria ist für uns die schönste Stadt British Columbias. Die Hafenstadt ist sich ihren britischen Wurzeln durchaus bewusst und spielt diese Karte auch gekonnt aus, man rechnet quasi jeden Augenblick damit, die Queen persönlich in einer vorbeifahrenden Kutsche zu entdecken.
Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten wir also die Uferpromenade und den Boulevard. Zum Mittag gab es natürlich Fish & Chips am Kai, an dem ein paar schwimmende Häuser vor Anker lagen, eines bunter als das andere.
Nach 2 Nächten in Victoria starteten wir dann unsere zweite große Tour Richtung Ostküste. Der erste größere Aufenthalt sollte der Banff Nationalpark werden. Ein langer Weg, über den Andreas im nächsten Beitrag berichten wird.

Mehr Bilder gibt es im neuen Vancouver Island Album.


Hey ihr Vagabunden im fernen Kanada. Lasst nun mal nicht nach und macht mal wieder eine Meldung. LG M.
den bezug auf meine vorrednerin nehmend: genau das gleiche wollte ich auch grad schreiben…
Vielen Dank! Ich habe deine Erfahrung mit vielem Spass gelesen!
danke für den tollen Artikel, habe ihn nur so aufgesogen
muss eine klasse Erfahrung gewesen sein und wird in unserem nächsten Kanadaurlaub (wohl im Juni 2012) auf jeden Fall mit in die Reiseplanung mit einfließen.
Viele Grüße
Hallo, Ihr beiden. Klasse Reisebericht habe Ihr da veröffentlicht, werdet ihr im nächsten Jahr wieder in Kanada eine Rundreise starten? Super Informationen, die kann man gleich für die eigene Reiseplanung gebrauchen. Danke.
Hi Peter,
Vielen Dank für dein Lob! Wie gern würden wir auch im nächsten Jahr wieder eine Reise starten. Leider hat uns im Moment das Arbeitsleben wieder fest im Griff, sodass ein Ausflug im nächsten Jahr nicht in Aussicht steht.
Viele Grüße